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Aktuelle Meldungen


Neujahrsempfang 2019
Am 16. Januar fand im Theater der Neujahrsempfang der Großen Kreisstadt Crimmitschau statt.

Über 500 Gäste füllten dabei das Theater fast bis auf den letzten Platz. Unter den Ehrengästen befanden sich u.a. der Abgeordnete des Sächsischen Landtages Jan Löffler, die erste Beigeordnete des Landrates Angelika Hölzel, die Vertreter der Partnerstadt Wiehl Elke und Prof. Dr. Golam Abu Zakaria.

Zu Beginn der Neujahrsansprache von Oberbürgermeister André Raphael erhoben sich die Anwesenden zu einer Schweigeminute im ehrenden Gedenken an Prof. Dr. mult. Dr. h. c. Armin Andrä, der im Alter von 92 Jahren am 28. August 2018 in Rostock verstarb.


Die Neujahrsansprache von Oberbürgermeister André Raphael:

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Crimmitschauerinnen und Crimmitschauer,

am 28. August 2018 verstarb unser Ehrenbürger Prof. Dr. mult. Dr. h.c. Armin Andrä im Alter von 92 Jahren. Mit ihm verlieren wir einen großzügigen, bescheidenen und liebenswerten Menschen, der in seinem Herzen immer ein Crimmitschauer blieb.

Mit einem Auszug aus seiner 2005 erschienen Autobiografie „Von Crimmitschau nach Rostock - Erinnerungen eines Arztes und Forschers“ möchte ich an ihn erinnern:

„Im Gedanken war ich oft in meiner kleinen Stadt an der Pleiße. Hier stand meine Wiege (natürlich Bett), hier war ich viele Jahre zu Hause und bin es heute noch. Hervorgegangen aus sesshaften Familien dieser Stadt, die sie mit belebten und prägten, hatte ich mich nicht weit von ihr entfernt. Anfangs bestanden enge Verbindungen durch Großeltern, Eltern, Schwiegereltern und nahen Verwandten. Diese Bindungen hatte Gevatter Tod inzwischen weitestgehend gelöst, nur zwei Schwägerinnen sind geblieben, hin und wieder ein Brief, eine Karte, umso lebhafter weilen die Gedanken in der Heimat. Oft bin ich auf den Straßen zu Gast, wo ich spielte, auf denen ich zur Schule ging. Oft schiebe ich mein Fahrrad den Rahmenberg hoch auf dem Weg zur Oberschule oder zum Sportplatz an der Hohen Pappel, auf dem ich so manche Runde drehte, so manches Fußballspiel gespielt habe. Oft gehe ich die Wege im Zöffelpark, im Sahnpark, die ich Hand in Hand mit einer Freundin gelaufen war. Oft schwimme ich im Sahnbad die Fünfzig-Meter-Bahn oder turne an den Geräten in der Männerturnhalle oder sitze im kleinen Kino in der Fleischergasse, im „Adler“, in der „Weintraube“.
Oft stehe ich mit meinem Vater auf dem Sportplatz in Frankenhausen und sehe einem Fußballspiel zu. Je älter man wird, desto deutlicher rückt die Vergangenheit an einen heran, desto weiter geht man in die Kindheit zurück. Episoden treten vor das geistige Auge so deutlich, als wären sie erst kürzlich passiert und erlebt.

Das Karussell Geburt - Leben - Tod es dreht sich immer weiter, so wird es bleiben, in der kleinen Stadt an der Pleiße, überall.“
„C’est la vie!“

Wir wollen mit einer Schweigeminute das Wirken unseres Ehrenbürgers Prof. Dr. mult. Dr. h.c. Armin Andrä für unsere Stadt ehren.


Sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr 2019 ist ein besonderes Jahr für Europa, für Deutschland, für Sachsen und auch für unsere Stadt. Es finden Wahlen statt.

Das Europäische Parlament, der Kreistag, der Stadtrat und die Ortschaftsräte werden am 26.05. neu gewählt. Am 01.09. wählen wir den Sächsischen Landtag.

Das Jahr 2019 ist aber kein Wahljahr schlechthin. Im Jahr 1989, also vor 30 Jahren, demonstrierten Hunderttausende mutige Menschen mit dem Ruf „Wir sind das Volk!“ für freie, gleiche und geheime Wahlen.
Seit nunmehr fast 30 Jahren haben wir freie, gleiche und geheime Wahlen und ich bitte Sie, nehmen Sie Ihr Wahlrecht wahr.

Es werden spannende Wahlen werden. Den Kandidatinnen und Kandidaten wünsche ich alles Gute und viel Erfolg. Den amtierenden Stadträtinnen und Stadträten sowie Mitglieder der Ortschaftsräte Langenreinsdorf, Frankenhausen, Lauenhain, Mannichswalde und Blankenhain danke ich auch im Namen der Bürgerschaft für Ihre, in dieser Legislaturperiode geleistete, ehrenamtliche Arbeit. Ich danke Ihnen für das Vertrauen, das Sie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung und mir entgegengebracht haben.

Für die Wahl unseres Stadtrates und der Ortschaftsräte im Mai diesen Jahres wünsche ich uns allen auch einen fairen Wahlkampf. Er gehört zur Demokratie, wie das Salz in die Suppe. Doch bei allem Engagement im Wahlkampf bitte ich die Kandidatinnen und Kandidaten respektvoll miteinander umzugehen. Es muss ausschließlich um die Sache gehen, nie um die Person, nie um den Einzelnen. Denn, es sät kein Einzelner und es erntet kein Einzelner. Es sät der Stadtrat und es ernten die Einwohnerinnen und Einwohner von Crimmitschau.

Nur gemeinsam erreichen wir etwas und dies ist uns im vergangenen Jahr gut gelungen. Die Sanierung des Hofteichs in Frankenhausen, die Fertigstellung des 1. Bauabschnittes Brandschutz sowie der Bau des Chemiekabinettes der Sahnoberschule, die Sanierung der WC-Anlagen im Gymnasium Haus Lindenstraße, die Erneuerung des Hallenfußbodens der Turnhalle der Grund- und Oberschule Käthe-Kollwitz, der Bau des Kunstrasenplatzes in Frankenhausen, die Sanierung des Spielplatzes in Mannichswalde, der Breitbandausbau in der Kernstadt und in Mannichswalde, die Fertigstellung des Schulsportplatzes in Blankenhain, die Errichtung eines Spielgerätes auf dem Schützenplatz und die neue Drehleiter für die Feuerwehr sind nur einige Beispiele.

Und was geschieht im Jahr 2019? Wir wollen mit dem Breitbandausbau in den Ortsteilen beginnen, die nicht direkt durch die Telekom versorgt werden. Wir haben auch noch erheblichen Instandsetzungs- und Modernisierungsbedarf in den Grundschulen in Blankenhain und in Frankenhausen, im Gymnasium Haus Lindenstraße und in der Sahnschule. Das Dach und die Fassade im Theater müssen saniert werden. Wir wollen auch mit dem Gehweg in Langenreinsdorf weiterkommen, für den im letzten Jahr die Planung erstellt wurde und viele Abstimmungen zwischen den Beteiligten erfolgten.

Und wir werden im Stadtrat am 07. Februar 2019 öffentlich über die Elternbeiträge für die Kindertagesstätten, einen Bürgerhaushalt und die Straßenausbaubeitragssatzung beraten. Entscheidungen über diese grundsätzlichen Themen sollen dann in der Stadtratssitzung am 14. März getroffen werden.

Die Erarbeitung und Umsetzung, der vom Stadtrat beschlossenen Maßnahmen, bedarf auch immer einer guten Vorbereitung durch die Stadtverwaltung. Ich danke deshalb allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung Crimmitschau für Ihr Engagement.

Und es bedarf guter Partner. Wir haben gute Partner an unserer Seite,
die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, des Sächsischen Landtages und des Kreistages, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der einzelnen Fachministerien in Dresden, der Landesdirektion Sachsen, der Sächsischen Aufbaubank, des Landratsamtes, des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, des Landesamtes für Museumswesen und der Polizei.

Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle dem Bund und dem Freistaat Sachsen für die Bereitstellung von Fördermitteln in Höhe mehrerer Millionen Euro sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sächsischen Aufbaubank für die außerordentlich gute Beratung und Betreuung unserer Vorhaben.

Unsere Partner sind ferner der Kulturraum Vogtland-Zwickau, der Zweckverband „Sächsisches Industriemuseum“, der Zweckverband Wasser/Abwasser Zwickau-Werdau, die Wasserwerke Zwickau, die STEG Stadtentwicklungsgesellschaft und die Westsächsische Gesellschaft für Stadterneuerung, die Verbundwerke Südwestsachsen und die freien Träger der Jugendhilfe.

Ganz wichtige Partner für uns sind die Unternehmen der regionalen Wirtschaft in Industrie, Handwerk, Handel, Landwirtschaft und im Dienstleistungssektor, die freiberuflich Tätigen, die Unternehmen der Wohnungswirtschaft, die Banken und die Sparkasse Zwickau, die Apotheken sowie die Haus- und Fachärzte in unserer Stadt.

Ihnen allen danke ich für Ihr Engagement und die gute Zusammenarbeit.

Ich danke allen Pflegekräften, die sich tagtäglich um das Wohl unserer älteren und pflegebedürftigen Mitmenschen kümmern und ich danke den Erzieherinnen und Erziehern in den Kindertagesstätten, den Lehrerinnen und Lehrern in unseren Schule für die gute Betreuung und Bildung unserer Kinder.

Mit unseren Partnerstädten Bystřice n.P. und Wiehl verbindet uns eine jahrzehntelange Freundschaft, deren Pflege sich der Förderverein „Städtepartnerschaften“ zur Aufgabe gemacht hat, wofür ich herzlich Danke sage.

In unserer Partnerstadt Bystřice n.P fanden Bürgermeisterwahlen statt.
Der vormalige Amtsinhaber Karel Pačiska wurde wiedergewählt. Von dieser Stelle noch einmal herzlichen Glückwunsch. Mit Herrn Bürgermeister Stücker aus Wiehl habe ich vorige Woche telefoniert. Ich darf Sie, liebe Gäste, sowie alle Crimmitschauerinnen und Crimmitschauer von ihm herzlich grüßen und freue mich, dass Frau Zakaria und Herr Prof. Zakaria aus Wiehl heute unsere Gäste sind.
Eine gute Partnerschaft verbindet uns auch mit unseren Nachbargemeinden sowie den Städten und Gemeinden des Städteverbundes „terra plisnensis“ Werdau, Meerane, Neukirchen, Schmölln, Gößnitz und Ponitz.

Zur Gemeinde Dennheritz haben wir ein besonderes Verhältnis. Seit 1999 sind wir in einer Verwaltungsgemeinschaft verbunden. Wir arbeiten kollegial und auf Augenhöhe zusammen, wofür ich Ihnen, sehr geehrter Herr Bürgermeister Taubert , herzlich danke.

Die Eigenständigkeit ist für viele Gemeinde oberstes Ziel. Verbreitet ist ihre Angst, durch Eingemeindungen die Identität zu verlieren und nur noch wenig Einfluss auf die Entwicklung des Ortes zu haben. Wir in Crimmitschau haben andere Erfahrungen gemacht.

Seit 25 Jahren, genau seit dem 01.01.1994, gehören Blankenhain mit dem Ortsteil Großpillingsdorf, Mannichswalde und Langenreinsdorf zur Stadt Crimmitschau. Lauenhain kam am 01.01.1999, also vor 20 Jahre dazu. Die Entwicklung dieser Ortschaften zeigt, dass deren Bürgerinnen und Bürger damals richtig entschieden haben.

Was zeichnet unsere Stadt und unsere Ortsteile heute aus?

Neben modernen Kindertagesstätten, drei Grundschulen, zwei Oberschulen und einem naturwissenschaftlich-mathematischen Gymnasium haben wir zwei Freibäder, zwei Museen, ein Eisstadion, ein Theater und eine Sternwarte. In Crimmitschau gibt es ein Kino, Tennisplätze im Freien und in der Halle und bald auch eine sanierte Fußballsportanlage mit einem Kunstrasenplatz.
War’s das? Nein! Fasching, Maibausetzen, Feuerwehr-, Schützen-, Dorf- und Heimatfeste in den Ortschaften, Töpfermarkt in Gablenz,
Street Food, Beachvolleyball und Kindermarktfest auf dem Markt,
großes Marktfest mit geschätzten 20 - 25 Tausend Besuchern 2018,
Kunst- und Kulturwochen im Theater, Crimmitschau leuchtet und Crimmitschau liest, Weihnachtsmärkte auf dem Markt und in den Ortschaften. Hinzu kommt ein sehr aktives Vereinsleben.

Crimmitschau, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist eine wahrlich lebendige Stadt mit attraktiven Ortschaften und vielen außerordentlich engagierten Menschen.

Ich danke Ihnen für Ihr Engagement im vergangenen Jahr, sei es in der Freiwilligen Feuerwehr, in Sport-, Heimat- und Traditionsvereinen, in Fördervereinen, in Dorf- und Jugendclubs, in Chören, in Theater- und Laienspielgruppen, in Religions- und Glaubensgemeinschaften und am Runden Tisch Integration.

Trotz dieser vielen positiven Dinge es gibt auch die andere Seite der Medaille. Dazu gehören unsere Straßen.

Wir haben hier zwar auch 2018 einiges erreicht. Die Oswald-Anger-Siedlung wurde fertiggestellt und in der Wilhelm-Stolle-Siedlung wurde der 2017 begonnene Straßenbau fortgesetzt. Wir begannen mit der Sanierung der Glauchauer Landstraße und der Friedrich-August-Straße zwischen Gartenstraße und Fabrikstraße. Die S54, die Leipziger Straße, ist jetzt bis Frankenhausen durchgängig saniert, wofür ich dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr danke.

Straßenbau führt oft zu erheblichen Nutzungseinschränkungen der Grundstücke und Geschäfte. Ich danke deshalb den Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen in den vom Straßenbau betroffenen Gebieten für Ihr Verständnis und Ihre Geduld.

Um den Straßenbau weiter voranzubringen haben wir 2018 sogar einen zusätzlichen Mitarbeiter im Tiefbauamt der Stadtverwaltung Crimmitschau eingestellt. Doch nur mit mehr Manpower im Tiefbauamt werden nicht mehr Straßen gebaut. Unter den alten Straßen liegen fast immer alte Telefon-, Strom-, Gas-, Wasser- und Abwasserleitungen. Hier sind Abstimmungen mit den entsprechenden Versorgern, insbesondere den Wasserwerken Zwickau und der VWS notwendig. Diese sind für den Bereich Südstadt schon sehr weit fortgeschritten, wofür ich allen Beteiligten danke. Wir wollen 2019 mit dem abschnittsweisen Bau der Straßen in der Südstadt und mit der Planung des Straßenbaus in der Nordstadt beginnen.

Zur anderen Seite der Medaille gehören auch die über 200 teilweise stadtbildprägenden Brachen, in die mittlerweile richtig Bewegung kommt, aber eine Bewegung, die wir alle nicht wollen.

Viele von Ihnen werden sich an den Neujahrsempfang 2018 erinnern.
Ich sprach davon, dass wir das leer stehende Gebäude Friedrich-Engels-Straße 9 abreißen wollen. In der folgenden Nacht kam der Sturm „Friederike“, der offensichtlich Wind von der Sache bekam, und warf das Dach auf die Straße. Das ganze Gebäude gibt es heute nicht mehr.
Und das Gebäude Leipziger Straße 37: letzten Samstag ist hier das Dach eingestürzt und die Passanten hatten Glück, dass der Giebel nicht auf die Straße fiel. Das Gebäude muss abgerissen werden.

In unserer Stadt gibt es noch einige solcher „Wackelkandidaten“ und es werden mit den Jahren immer mehr. Auch das Kloster in Frankenhausen macht uns große Sorgen. Eigentum verpflichtet bekanntlich. Doch wie ist die Realität. Eigentümer sind oft Privatpersonen und Unternehmen, die wegen Vermögenslosigkeit nicht in der Lage sind, diese abzureißen, oder im Ausland leben und nicht greifbar sind.

Wir können jetzt diese Situation beklagen und zusehen, was geschieht oder handeln. Ich bin für handeln, denn die Brachen stellen nicht nur eine wachsende Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar. Sie verschandeln das Stadt- und Ortsbild, belasten Nachbarn und Anwohner.

Und wenn wir uns jetzt nicht dieser Brachen annehmen, dann wird es niemand tun. Ja, das kostet Geld. Doch ich sehe darin auch eine große Chance, die Chance, uns zu einer wirklich schönen und attraktiven Stadt zu entwickeln.

Die wichtigste Voraussetzung auf dem Weg dorthin ist: Wir müssen Prämissen setzen. Eine weitere wichtige Voraussetzung ist, dass die Stadt Eigentümer der Grundstücke wird. So haben wir bereits die Objekte Silberstraße 5, bekannt als „Broilerklause“, und Petersstraße 5 erworben. Beide sind schon aus dem Stadtbild verschwunden. Das Hausgrundstück Lindenstraße 1 hat die Stadt am 08. Januar dieses Jahres gekauft.

Wir brauchen auch verlässliche Partner, mit denen einzelne Vorhaben umgesetzt werden können. Ich denke hier zum Beispiel an den Rückbau der Plattenbauten am Mannichswalder Platz durch die Crimmitschauer Wohnungsgesellschaft und danke deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Geschäftsführung für die gute Zusammenarbeit.

Was passiert danach eigentlich am Mannichswalder Platz – Kreisverkehr oder Ampellösung? Diese Frage wird mir oft gestellt. Wir werden hierzu in den nächsten Wochen eine Variantenuntersuchung einschließlich Kostenermittlung durchführen und in einer Entwurfsplanung aufs Papier bringen. Da die Staatsstraße S54 von der Jahnstraße in die Leipziger Straße über den Mannichswalder Platz verläuft sind Abstimmungen mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr zwingend erforderlich.
Danach werden wir Ihnen in einer Einwohnerversammlung im Theater die Vorteile und die Nachteile der einen oder anderen Variante erläutern und mit Ihnen diskutieren, so wie wir es schon in Bezug auf die Straßenausbaubeitragssatzung getan haben.

Und wir brauchen Visionen. Thema Badergasse! Seit Jahren sind der Rückbau des Gebäudes Badergasse 12 sowie die Sanierung des Straßenbelages und die verkehrsberuhigte Öffnung bis auf den Buttenplatz geplant. Nach dem Rückbau der Badergasse 12 durch die Crimmitschauer Wohnungsgesellschaft wird die Stadt dieses Grundstück erwerben.

Die Herren Jens und Thomas Dietrich vom gleichnamigen Planungsbüro aus Oelsnitz im Erzgebirge haben Pläne für die Sanierung und Nutzung des ehemaligen Kaufhauses „Schocken“. Meine Herren, vielen Dank für Ihr Engagement. Ich danke auch dem Vertreter der Eigentümer, Herrn Rechtsanwalt Lange aus Leipzig, für die konstruktiven Gespräche.

Teil des Konzeptes ist auch der Rückbau des seit vielen Jahren fast ungenutzten Gebäudes Badergasse 17/19 mit der anliegenden alten Markthalle. Das Konzept „Schocken“ selbst sieht vor, im Erdgeschoss Handel- und Gastronomie zu etablieren. Im ersten Obergeschoss sollen Büros und in den darüber liegenden beiden Geschossen sollen Wohnungen entstehen.

Es ist ein ehrgeiziges Vorhaben, für das wir auch die Unterstützung unserer Vertreter im Bundestag und im Sächsischen Landtag benötigen, denn ohne Fördermittel ist es nicht realisierbar. Doch wir brauchen nicht ewig über die Innenstadtbelebung zu diskutieren. Wir brauchen keine Ordner voller bunter Pläne, wenn wir nicht handeln. Wir müssen uns den Erfordernissen unserer Zeit stellen. Mobilität spielt hier eine große Rolle. Und wir müssen die Dinge auch einmal zu Ende bringen.

Wir können uns noch so sehr bemühen. Wenn wir gegeneinander und nicht miteinander arbeiten werden wir keinen Erfolg haben. Was aber durch ein gutes Miteinander alles entstehen kann, zeigen folgende Beispiele:

Anfang November 2017 hat unser Stadtrat den Bebauungsplan für den Crimmitschauer Teil des gemeinsamen Gewerbegebietes mit Meerane an der A4 beschlossen. Im Februar 2018 wurde er vom Landratsamt genehmigt. Die erste Halle steht und 2019 wird VW seine Achsenproduktion aufnehmen. Insgesamt werden in diesem Gewerbegebiet über 1000 Arbeitsplätze entstehen.

Für die gute Zusammenarbeit bedanke ich mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltungen Meerane und Crimmitschau, ich danke Herrn Bürgermeister Prof. Dr. Ungerer und ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landratsamtes Zwickau, besonders Herrn Amtsleiter Matthes. Herzlichen Dank auch an die MetaWERK GmbH, die unseren Plan mit Leben erfüllte.

Die Mitglieder des Lindenhof e.V. Blankenhain haben den alten Gasthof mit großem personellen und finanziellen Einsatz in ein wahres Schmuckstück verwandelt.

In Mannichswalde fanden, organisiert vom Ortschaftsrat, zwei Arbeitseinsätze mit jeweils über 30 Beteiligten statt. Unter anderem wurde die Stadtverwaltung bei der Vorbereitung und Nachbereitung der Badesaison im Erlebnisbad unterstützt. Nach einem Unwetter waren die Mannichswalder zur Stelle, als Teile des Bades voll Schlamm waren. Und in vielen Stunden haben die Mannichswalder ihren Festplatz gepflastert.

Der Förderverein Tiergehege wurde 2018 gegründet. Es fanden bereits mehrere, teils spontan organisierte, Arbeitseinsätze statt und die Mitglieder sprühen förmlich vor Ideen für das Tiergehege und den Spielplatz.

Ende letzten Jahres hatte ich einen Gesprächstermin mit Vertretern des Familienzentrums Crimmitschau. Frau Strauß, meine Sekretärin, kam in mein Zimmer und sagte:“Herr Raphael, Ihr nächster Termin, fünf junge Frauen!“ Ja, fünf junge Frauen, Mütter, die mir berichteten, was sie 2018 alles auf die Beine stellten und welche große Resonanz sie dafür erfuhren.

Ich danke den Genannten und all jenen, die sich im vergangenen Jahr für unsere Ortsteile und unsere Stadt engagierten und so ein Stück dazu beitrugen, dass wir uns hier wohl- und geborgen fühlen.

Danke sage ich auch jenen, die mit Ihren Spenden Vereine unterstützten, bei der Durchführung zahlreicher Veranstaltungen halfen und durch die so manches Projekt realisiert wurde.

Hierzu gehört auch die Postmeilensäule, die wir Dank über 100 Einzelspenden im November 2018 unweit des ehemaligen Standortes errichtet und ihrer Bestimmung übergeben haben.

Vielen Dank an die Brose GmbH, mit deren Spende in Höhe von 7.500,00 € das Projekt „Maker Space“ an unserem Gymnasium ins Leben gerufen wurde.

Einen besonderen Dank gilt einer Crimmitschauer Bürgerin, die 10.000 € für unser Sahnbad gespendet hat. Wir werden davon unter anderem eine neue Wasserattraktion für das große Becken erwerben.

Das Sahnbad wurde 1869 eröffnet, also vor 150 Jahren. Aus diesem Anlass werden wir am 22./23. Juni ein Badfest durchführen und vielleicht finden sich auch Bürgerinnen und Bürger, denen das Sahnbad besonders am Herzen liegt, und gründen einen Förderverein zur Unterstützung der Pflege dieser traditionellen und einzigartigen Einrichtung.

Ich könnte Ihnen noch von vielen Vorhaben aus den Jahren 2018 und 2019 berichten und darüber sprechen, was Gutes getan wird.
Doch heute Abend steht mehr auf dem Programm, als eine Rede des Oberbürgermeisters. Sie sehen aber, wir sind in Bewegung, es tut sich etwas in Crimmitschau. Das spüren die Menschen, auch über unsere Stadtgrenzen hinaus.

Natürlich haben wir auch noch Reserven und es geht nicht immer alles glatt. Nur wer nichts macht, macht nichts falsch. Wir sind auf einem guten Weg und wir lassen uns auch nicht durch Rückschläge davon abbringen.

Mit Fleiß, Mut und Zuversicht werden wir gemeinsam viel Gutes erreichen, für die Menschen in unserer Stadt und unseren Ortschaften, für unsere Heimat.

Meine Sehr geehrten Damen und Herren,

„Grau bleibt der Alltag, wenn Du nicht selbst die Lichter setzt.“
Das war das Lebensmotto unseres Ehrenbürgers Prof. Dr. Armin Andrä.

In diesem Sinne wünsche ich uns, liebe Crimmitschauerinnen und Crimmitschauer, gutes Gelingen und für das neue Jahr Gesundheit, Glück und Erfolg.


Es zählt das gesprochene Wort.


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