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22.05.2014 | Festschrift: Verfasser des Gedichts ermittelt
„So war’s in Crimmsche als wir Kinder waren!“ heißt das ganzseitige Gedicht in der Festschrift zur 600-Jahr-Feier von Crimmitschau.
Darunter steht: Der Verfasser dieses Gedichtes ist unbekannt. Es wurde von Siegfried Röhr 2003 wieder entdeckt.

Nun konnte der Verfasser doch ermittelt werden: Es handelt sich um Manfred Wölk, geboren 1927 in Crimmitschau, verstorben 2012 im hessischen Schwalmtal, wo er als Lehrer und Leiter einer Grundschule wirkte. Seine Witwe Inge wohnt heute noch dort.

Entstanden war das Gedicht offenbar in Vorbereitung auf ein Klassentreffen mehrerer Jahrgangsstufen des damaligen Crimmitschauer Gymnasiums, das in Wiesbaden stattfand – zu DDR-Zeit. Jedenfalls trug Manfred Wölk es dort vor. Das berichtet seine Klassenkameradin Gisela Schönfeld, geborene Schmidt: „Manfred war ein sehr feinfühliger und sensibler Mensch. Er wollte damals nicht, dass sein Gedicht veröffentlicht wird, wegen der leisen Ironie gegenüber der DDR.“
Gisela und Jochen Schönfeld, die heute in Berlin leben, waren über die Jahre mit dem Ehepaar Wölk befreundet. Als sie vom Crimmitschauer Stadtjubiläum erfuhren, bestellten sie in der Stadtverwaltung gleich mehrere Festschriften. Darin entdeckten sie das Gedicht und wussten sofort: Das ist doch Manfred seins! Am Festwochenende werden die Schönfelds übrigens in Crimmitschau zu Gast sein, das Hotelzimmer ist schon seit langem gebucht.

Und wie kam das Gedicht nun in die Hände von BLICKPUNKT-Redakteur Peter Börsch, der als Mitglied der Stadtrechts-Arbeitsgruppe Medien/Kommunikation an der Entstehung der Festschrift entscheidend beteiligt war?
Peter Börschs Cousin Lothar war ebenfalls auf einem Klassentreffen – im Jahr 2003 in Crimmitschau. Dort erhielt er das Gedicht von Siegfried Röhr, einem Schulkameraden, der selbst auch geschrieben hat – Bücher über die Wismut-Zeit – und heute in den alten Bundesländern lebt. Lothar Börsch jedenfalls übergab das Gedicht an seinen Cousin Peter mit der Bitte, es „doch mal zu veröffentlichen“. Doch irgendwie fehlte immer der passende Anlass…
Der war mit der Festschrift zur 600-Jahr-Feier nun endlich gekommen und Manfred Wölks liebevolle Hommage an seine Heimatstadt erfährt nach mehreren Jahrzehnten doch noch ihre öffentliche Würdigung.

Zum Bild:
Peter Börsch freut sich heute, dass er das Gedicht über zehn Jahre lang aufgehoben hat.
Foto: Stadtverwaltung/Uta Pleißner


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