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Ehrendes Gedenken für Prof. Dr. Gerhard Rudolf Meyer

Zum 100. Geburtstag des Crimmitschauer Ehrenbürgers
 
Porträt des Crimmitschauer Ehrenbürgers Dr. Gerhard Rudolf Meyer

Als Sohn eines Postinspektors wurde Gerhard Rudolf Meyer am 19. Juni 1908 in Crimmitschau geboren, wo er in gut bürger-lichen Verhältnissen seine Kindheit und Schulzeit ver-brachte, die er 1927 mit dem Abitur am Realgymnasium in der Lindenstraße abschloss.

Sein museologisches Interesse schien man ihm schon in die Wiege gelegt zu haben, denn bereits im Alter von 12 Jahren begann er mit dem systema-tischen Sammeln alles Erhal-tenswertem. Kein Wunder also, dass sich dieses Interesse auch in seiner weiteren Entwicklung und beruflichen Laufbahn wider-spiegelte. Bis Mitte der 1930er Jahre studierte Gerhard Meyer Orientalistik, Archäologie und Assyriologie. Sein ganzes Leben widmete er der wissen-schaftlichen Forschung. 1951 erfolgte seine Berufung zum Direktor des Vorderasiatischen Museums in Berlin. Im Rahmen dieser Tätigkeit zählte dessen Wiederaufbau und Neuordnung zu Meyers Hauptverdienst. Von 1958 bis 1976 stand Gerhard Rudolf Meyer den Staatlichen Museen zu Berlin als Generaldirektor vor, welche unter seinem Engagement ihre Weltgeltung zurücker-langten. Archäologisch war der Historiker für das Gebiet um den Turm zu Babel (Babylon) zuständig. Er weilte dort oftmals zu Grabungen. Vorträge und archäologische Arbeiten führten ihn darüber hinaus in zahlreiche Länder der Erde.

1961 ernannte man Gerhard Rudolf Meyer zum Professor an der Humboldt-Universität Berlin. Seine wissenschaftliche Arbeit konzentrierte sich vor allem auf Altvorder-asiatische Geschichte, Archäologie und Keilschriftkunde. Er fungierte als Vizepräsident des Kulturbundes der ehemaligen DDR und vertrat ebenfalls die Interessen der Kultur in der damaligen Volkskammer.

Prof. Gerhard Meyer fühlte sich seinem Crimmitschau Zeit seines Lebens verbunden, behielt hier immer seine tiefen Wurzeln und ließ deshalb auch die Verbindung zu seiner Heimatstadt nie abreißen. Immer wenn es seine knappe Zeit zuließ, kam er in die Pleißestadt. So insbesondere zu kulturellen Höhepunkten der Stadt, z. B. zur Ein-weihung des neuen Marktbrunnens am 7. März 1967, bei dessen Gestaltung er auch als Berater mitwirkte, oder zur Feier des 70-jährigen Bestehens des Crimmitschauer Heimatmuseums. Dem Museum übereignete er seine Mineraliensammlung. Städtische Projekte, beispielsweise die Einrichtung des Wildgeheges im Sahnpark, unterstützte er mit finanziellen Zuwendungen. Ein authentisches Zitat vom ihm lautet: “Ich kann auf der Welt in jeden Winkel fliegen, aber wenn ich mich erholen will fahre ich in mein Crimm’sche.”

Durch seine Tätigkeit als Generaldirektor der Berliner Museen sowie im Ausland war Prof. Gerhard Meyer stets zugleich Repräsentant seiner Vaterstadt Crimmitschau.

Anlässlich seines 60. Geburtstages wurde ihm am 31. Juli 1968 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Crimmitschau verliehen. Nach seinem Tode, am 24. Oktober 1977, wurde Prof. Meyer seinem Wunsch entsprechend auf dem hiesigen Friedhof beigesetzt.

Der Geburtstag des Crimmitschauer Ehrenbürgers Prof. Dr. Gerhard Rudolf Meyer jährte sich am 19. Juni 2008 zum 100. Mal. In ausdrücklicher Hochachtung vor seiner Persönlichkeit und seinem Lebenswerk wird die Stadt Crimmitschau Herrn Prof. Dr. Gerhard Rudolf Meyer auch weiterhin ein ehrendes Gedenken bewahren.

13.06.2008/SV

 
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