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Stadtrundgang - St. Laurentiuskirche / Kirchplatz

 
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Sie sehen eine Collage aus drei verschiedenen Ansichten der St. Laurentiuskirche und dem Kirchplatz aus dem Jahr 2007

Wir wenden uns nun am Marktplatz vorbei der Sankt Laurentiuskirche zu. Die Laurentiuskirche, eine spätgotische dreischiffige Hallenkirche, ist das älteste Bauwerk der Stadt und dient noch heute als Hauptpfarrkirche. Ihre erste urkundliche Erwähnung geht bereits auf das Jahr 1222 zurück. Diese erste Bauanlage ist Mitte des 14. Jahrhunderts verschwunden und hat 1353 einem gotischen Neubau Platz gemacht. Die heutige Winterkirche (ehemaliger Altarraum) und der Turm stammen aus dem Jahr 1353. Die Höhe des Turmes misst 57,5 Meter.
Die heutige dreischiffige Halle hat ihre Ursprünge 1513, damals im spätgotischen Stil von Baumeister Assmann Pfeffer errichtet. Seit der Reformation (1529) dient die Laurentiuskirche als Gotteshaus der evangelischen Kirchgemeinde. Die Inneneinrichtung wurde mehrmals verändert. Es wurde zum Beispiel das mittelalterliche hölzerne Taufbecken 1864 durch ein steinernes ersetzt, welches wiederum 1974 bei Restaurierungsarbeiten entfernt wurde.
1462 wurde die erste Orgel eingebaut. Weitere Orgeln folgten im Jahre 1615, 1838. Die derzeitige Orgel der Firma Jehmlich ist aus dem Jahr 1896. Mit dem Orgelprojekt soll die Orgel von 1838 klanglich und technisch wiederhergestellt werden.

Auf dem Foto ist der Altar der St. Laurentiuskirche zu sehen

Die barocken Malereien stammen aus dem Jahr 1675. Letztere befinden sich im Deckengewölbe über der Orgelempore, dort sind barocke musizierende Engel dargestellt. Die Engel stellen die Kantorei und das Kantoreiorchester dar, die sich im Jahr 1653 nach den Wirren des 30-jährigen Krieges neu gegründet haben. Die Crimmitschauer Kantorei gehört somit zu den ältesten in Sachsen. Weitere barocke Deckenbemalungen von 1675 befinden sich im Gewölbe des ehemaligen Altarraumes (heute Winterkirche). Hier sind Engel mit den Marterwerkzeugen Christi dargestellt.

Die bedeutendste Generalrenovierung der Kirche erfolgte im Jahr 1896, welcher allerdings wertvolle mittelalterliche Kunstwerke zum Opfer fielen. Die Laurentiuskirche erhielt damals ihr heute noch vorhandenes neugotisches Westportal. Die farbigen Glasfenster stammen fast alle aus dem Jahr 1896 und wurden von dem damals berühmten und bekannten Glasmaler Prof. Fritz Geiger aus Freiburg im Breisgau gestaltet. Auf ihnen wird das „Vater unser“ verbunden mit den „Seligpreisungen“ in eindrucksvollen Bildern dargestellt.

Auf dem Foto sind Details der St. Laurentiuskirche zu erkennen

Ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt die Kirche in den Jahren 1974 – 78. Kirche und Chorraum wurden getrennt und ein spätmittelalterlicher Marienaltar (um 1550) aus der Kirche in Berzdorf / Lausitz steht seitdem auf dem neu geschaffenen Altarplatz. Die Seitenemporen wurden entfernt und die Kirche damit heller. Seitdem kann man auch die Buntglasfenster wieder in ganzer Größe betrachten.

Ab dem Jahre 1991 schließen sich erneut aufwändige Renovierungs- und Restaurie¬rungsarbeiten an, bis hin zur Sanierung der Außenfassade im Jahr 2001.
Die St. Laurentiuskirche ist den beiden Heiligen St. Laurentius und St. Georg gewidmet.

Der Kirchplatz wird heute im Wesentlichen umrahmt von Gebäuden mit kommunaler und kirchlicher Nutzung, so z. B. dem evangelischen Pfarramt, dem Stadthaus II am Kirchplatz 4 mit der städtischen Bauverwaltung, mit Sitz des Fachbereich Kultur-, Sport- und Freizeitstätten, dem Theater und der Diakonie. Das heutige Stadthaus II am Kirchplatz 4 (städt. Bauverwaltung) wurde 1842 als städtische Knabenschule errichtet, die 1868 in eine Realschule umgewandelt wurde. Von 1899 bis 1925 waren das städtische Museum und die Stadtbücherei hier untergebracht, später das Arbeitsamt und eine Zweigstelle des Robert-Schumann-Konservatoriums.

Das Foto wurde vom Theaterplatz in Richtung Kirchplatz aufgenommen. Zu sehen ist ein Teil der Laurentiuskirche

Informationen zu Veranstaltungen der Crimmitschauer Kirchenmusiken finden Sie unter: www.crimmitschauer-kirchenmusiken.de

 
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