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Aktuelle Meldungen


Rückblick auf die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr im Jahr 2020
Am 09. Juli fand die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Crimmitschau statt.

Die von Gemeindewehrleiter Werner Spalerski vorgetragenen Einsatzzahlen und Ereignisse, aber auch das vielfältige Engagement für unser Gemeinwesen machen deutlich, welchen wichtigen Stellenwert die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr in unserer Stadt einnimmt.

Allen 351 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr unserer Stadt sowie der Ortsteile danken wir deshalb auch auf diesem Weg für die im Vorjahr geleistete Arbeit.

Glückwünsche zum Dienstjubiläum erhielten insgesamt 31 Kameradinnen und Kameraden. Außerdem durften sich 12 Kameradinnen und Kameraden über das Ehrenkreuz des Landesfeuerwehrverbandes anlässlich ihres Dienstjubiläums freuen.

Das Einsatzgeschehen
176 Einsätze waren im Jahr 2020 zu verzeichnen und damit 33 weniger als im Vorjahr. Im ganzen Jahr wurden durch 1370 beteiligte Einsatzkräfte 1507,75 Einsatzstunden geleistet. Die reine Einsatzzeit betrug 155 Stunden. Im Februar wurden 31 Einsätzen und damit die Meisten des gesamten Jahres gezählt, wovon allerdings allein 22 Einsätze durch das Sturmtief Sabine am 10.02. und 11.02. verursacht wurden. Die meisten Monate lagen in der Nähe des statistischen Mittels von 14 Einsätzen. Der November war mit nur 7 Einsätzen der ruhigste Monat.
Die 176 Einsätze gliedern sich in 28 Brände, das ist mehr als eine Verdoppelung des Schnittes der letzten Jahre, 103 technische Hilfeleistungen, 14 Einsätze bei denen die Feuerwehr nicht mehr tätig werden musste und 23 Fehlalarme, davon 15 durch Brandmeldeanlagen und 8 blinde Alarme. Böswillige Alarmierungen gab es 2020 nicht.

Folgende Einsätze sollen gesondert erwähnt werden:
- Das Jahr begann etwas kurios am 01.01. früh morgens. Sichtlich unverletzt hatte sich jemand, höchstwahrscheinlich nach einer Silvesterfeier, in die Pleiße verirrt und fand nicht wieder heraus.
- Das Sturmtief Sabine brachte uns am 10.02. 18 Einsatzstellen. Im Nachgang folgten am 11.02. nochmals 4 Einsatzstellen. 5 Ofw. waren im Einsatz. Der aufwendigste Einsatz war das zerstörte Dach an der Produktionshalle der Firma Westfalia am Gewerbering.
- Am 06.04. wurde bei einem Verkehrsunfall Am alten Gaswerk eine Person aus dem auf dem Dach liegenden PKW befreit.
- Vom 26.05. bis zum 11.06. kam es zu einer Brandserie von 6 Bungalows, Gartenhäusern und Lauben in den Kleingartenanlagen Glutos, Am Höllgraben und Heimaterde. Am aufwendigsten gestaltete sich die Brandbekämpfung in der Heimaterde. Hier mussten 400 m Schlauchleitung in der Gartenanlage bis zum Brandobjekt verlegt werden.
- Der Brand eines sehr großen Sperrmüllhaufens am 29.07. in der Roßgasse ging für alle angrenzenden Nachbarn glimpflich aus. Dieser Brand hätte bei noch späterem Bemerken auch durchaus Opfer fordern können. An 2 unmittelbar angrenzenden Gebäuden entstanden beträchtliche Schäden und an 2 Gebäuden auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurde
durch die Wärmestrahlung eine Tür, ein Garagentor und ein Rollladenkasten beschädigt.Aus einem Gebäude wurde eine Person in Sicherheit gebracht.
- Am 05.09. brannte eine Gartenlaube in der Gartenanlage West. Dieser Brand war nicht auf Brandstiftung zurückzuführen und steht in keinem Zusammenhang mit der Serie vom Mai.
- Der Dachstuhlbrand in der ehemaligen Paradiesquell-Brauerei am 10.12. war der einzige Großbrand des Jahres. Hier waren Crimmitschau und Frankenhausen im Einsatz. Da die Treppe ins Dachgeschoss weggebrannt war und schon Decken einstürzten, war ein ordentlicher Innenangriff nicht mehr möglich. Als zusätzliche Aufgabe musste der zugewachsene Hof von Wildwuchs freigeschnitten werden, um die Drehleiter nach Notwendigkeit
positionieren zu können. Fast 1000 m B-Leitung wurden zur Wasserversorgung aufgebaut.

Jugendfeuerwehr im Blickpunkt
Unsere Jugendfeuerwehr hat im Jahr 2020 wieder eine gute Entwicklung genommen. Zahlenmäßig sind in den Jugendfeuerwehrabteilungen jetzt 76 Kinder und Jugendliche, was einem Zuwachs von 6 gegenüber dem Vorjahr entspricht. 12 Eintritten stehen 5 Austritte gegenüber und eine Jugendliche wechselte in die aktive Abteilung. Wie das allgemeine Dienst- und Ausbildungsgeschehen hatte auch unsere Jugendfeuerwehr sehr unter den Auswirkungen der Pandemie zu leiden. Durchschnittlich hatte jede Jugendfeuerwehr nur 5 Dienste zu verzeichnen. Die Klassiker, wie die Absicherung des Töpfer-Marktes und der Junior-Cup sind ausgefallen. Kein Umwelttag, kein Zeltlager, nichts. Die für den September geplante Jubiläumsfeier 30 Jahre Jugendfeuerwehr ist ebenso ausgefallen und soll nun im September 2021 nachgeholt werden.
Lediglich der Jugendfeuerwehr Großpillingsdorf gelang am 11./12.09. ein Wochenendausflug nach Dresden. Leider die einzige nennenswerte Aktivität in Richtung Freizeitgestaltung.
Für die Kinder und Jugendlichen aus dieser Sicht kein fröhliches Jahr.

Verbesserung der Rahmenbedingungen
Da auf Grund der Pandemie größere Steuerausfälle erwartet wurden, gab es 2020 eine Haushaltsperre. Dieser sind die sogenannten großen Werterhaltungsmaßnahmen an den Gerätehäusern zum Opfer gefallen. Demzufolge wurde an Fassaden, Türen und Toren nichts gemacht. Wir hoffen, 2021 einiges davon aufholen zu können.
Im Januar und Februar wurden die neuen Helme an die die Ortsfeuerwehren der Ortsteile ausgeteilt. Diese wurden bereits 2019 für 75.000,-- Euro beschafft. Ebenfalls im Januar haben die Großpillingsdorfer Kameraden ihre Fahrzeughalle in Eigenleistung neu gestrichen.
Im März und April erhielt das Gerätehaus Gösau ein neues Tor und der Fußboden wurde erneuert.
Am 19.05. fand am Neubau der Fahrzeughalle in Langenreinsdorf das Richtfest statt. Auch hier war die Teilnehmerzahl sehr begrenzt. Eine Grundsteinlegung fand überhaupt nicht statt.
Mittlerweile ist der Neubau und die Umbauarbeiten im Gasthof gut vorangeschritten. Einem Einzug im Sommer 2021 dürfte nichts im Wege stehen.
Am 07.09. wurde durch den Technischen Ausschuss die Lieferleistung für das KLF Gablenz vergeben. Das Fahrgestell Opel wurde am 21.12. geliefert. Die Lieferung des Aufbaus durch Ziegler wird jedoch erst Ende 2021 erfolgen.
Im Oktober wurde ein Update an den Funkgeräten durchgeführt. Alle Fahrzeugfunkgeräte erhielten neue Handbedienapparate.
Auch neue Ausrüstungen und Schutzbekleidungen wurden beschafft. Neue Handschuhe, Einsatzjacken Allround für die Ortsfeuerwehren Gablenz, Gösau und Lauenhain sowie Überjacken Advanced für die Atemschutzgeräteträger der Ofw. der Ortsteile.
Für diese Beschaffungen waren 72.000,-- Euro erforderlich. Als vorerst letzter Schritt auf diesem Gebiet ist für 2021 die Beschaffung von Überhosen für jeden Atemschutzgeräteträger in den Ofw. der Ortsteile geplant. Dafür werden 28.000,-- Euro notwendig sein.
Für die bessere Absicherung unserer Einsatzstellen auf der BAB 4 und der B 93 wurde eine mobile Vorwarntafel beschafft. Diese wurde am 04.11. geliefert. Die Kosten beliefen sich auf 25.500,-- Euro. Zusätzlich wurde noch ein Satz synchronlaufender Warnbaken beschafft. Anlass für diese Beschaffungen war der letzte „Fast-Unfall“ am 14.01.2019 auf der BAB 4.
Mit diesem wird dann auch die Vorwarntafel gezogen. Zusätzlich sollen Rollcontainer für Ölbindemittel beschafft werden. Damit würde dann die Mitführung des Ölbindemittel-anhängers am HLF entfallen. Im Plan 2021 sind dafür 17.000,-- Euro beantragt.
Zum Jahresende wurden noch 3 Chemiekalienschutzanzüge für 10.000,-- Euro beschafft.




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