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Erinnerung zum 100. Geburtstag
So prägte Joachim Piehler die Entwicklung seines Heimatortes Blankenhain.

In Blankenhain hat der 1996 verstorbene Joachim Piehler seine Spuren hinterlassen. Joachim Piehler, den meisten als Jochen Piehler bekannt, erblickte dort am 21. Mai 1921 das Licht der Welt. Er ging von 1927 bis 1935 in Blankenhain zur Schule und besuchte anschließend in Werdau die Landwirtschaftsschule. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde er zur Infanterie eingezogen und während der prägenden Kriegsjahre verspürte er besonders, welche Bedeutung Heimat für ein zufriedenes Leben hat.

Joachim Piehler wollte sich engagieren. Er setzte sich aktiv für die Gestaltung seiner Heimat ein.
Durch sein unermüdliches Wirken konnte der geplante Abbruch des Schloss- und Rittergutkomplexes in Blankenhain verhindert werden. Er erkannte, welches Potenzial der Komplex hat und dass es sich lohnt, diesen einer dauerhaften Nutzung zuzuführen. Aus dem einstigen „Agrar- und Freilichtmuseum“ ist heute ein Museum entstanden, welches in seiner Art in Deutschland einmalig ist. Das heutige „Deutsche Landwirtschaftsmuseum Schloss Blankenhain“ basiert unter anderem auf Konzepten von Joachim Piehler. In Anerkennung seiner Leistungen würdigte das Kulturministerium ihn 1989 mit den Titel „Museumsrat“. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Begründer und Direktor des Museums versuchte er über das Museale hinaus den Komplex für attraktive Freizeitangebote zu nutzen. So wurden u. a. Buchlesungen, Kunstausstellungen und Konzertangebote für die ländliche Bevölkerung organisiert.

Sein Wirken beschränkte sich aber nicht nur auf die Erhaltung von historisch bedeutsamen Objekten und die Vermittlung der Geschichte. Auch die Entwicklung eines lebenswerten Umfeldes durch Natur- und Landschaftsschutz war sein Ziel. So wurden durch seine Initiative im Raum Blankenhain in den Jahren 1958 – 1980 ca. 24 km dreireihige Windschutzstreifen mit bis zu 43 Baum-, Heister- und Buscharten von örtlichen Kräften gepflanzt, wodurch sich das Landschaftsbild maßgeblich positiv veränderte und gleichzeitig Rückzugsorte für heimische Lebewesen geschaffen wurden. In dieser Zeit entstand auch seine Initiative zum Aufbau des Wanderweges von der Koberbachtalsperre nach Blankenhain mit sechs Wanderhütten und später der Bau der Turmhütte zwischen Mannichswalde und Blankenhain. Auch zum Bau der zentralen Wasserversorgung im ländlichen Raum des Kreises Werdau, dem Bau der biologischen Kläranlage in Mannichswalde und Blankenhain sowie die zentrale Abwasserentsorgung in Blankenhain hat er im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit maßgebend beigetragen.

Neben all den Aktivitäten war er ein passionierter Imker. Die Bienen sind ein wesentlicher Bestandteil einer gesunden Natur. In diesem Sinne setzte er sich unermüdlich für die Entwicklung der Bienenwirtschaft ein. Er hielt zeitweilig bis zu 40 Bienenvölker, war anerkannter Züchter und bemühte sich durch hunderte von Vorträgen für die Verbesserung der Bienenweide in der Region und darüber hinaus. Außerdem war er Begründer und lange Zeit Leiter eines Lehrbienenstandes in Blankenhain. Viele seiner damaligen Schüler sind heute noch aktive Imker.

Nach 1989 engagierte sich Joachim Piehler noch aktiv in der Regionalpolitik und betreute ABM Kräfte bei der Erhaltung der Wanderwege in der Umgebung von Blankenhain.

Familie, Ortschaftsrat, die Bewohnerinnen und Bewohner von Blankenhain sowie einstige Weggefährten erinnern sich in diesen Tagen anlässlich seines 100. Geburtstagsjubiläums an Joachim Piehler und sagen Danke für sein Lebenswerk.


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