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Aktuelle Meldungen


Information aus dem Stadtrat
Am 15.04.2021 stand der Punkt „Beendigung der VWS Verbundwerke Südwestsachsen GmbH und Zusammenarbeit in einer Netzeigentumsgesellschaft“ zur Behandlung auf der Tagesordnung des Stadtrates.

Anlass hierfür sind wesentliche und nachhaltige strukturelle wie substantielle Veränderungen in den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der VWS, an welcher die Große Kreisstadt Crimmitschau aktuell mit 1,73 % beteiligt ist.

Seit Gründung der VWS im Jahr 2009 ist eine deutliche Erhöhung des Wettbewerbsdrucks durch eine Vielzahl neuer Anbieter festzustellen. Mittlerweile bieten im Netzgebiet der VWS 206 Unternehmen im Strom und 173 Unternehmen im Gas ihre Produkte an - zudem in der Regel über das Internet. Folge sind erhebliche Kundenverluste. Die VWS verlor bis heute ca. 50 % der Gaskunden und ca. 16 % der Stromkunden.

Die Preissensitivität der Fernwärmekunden sowie der zielgerichtete Stadtumbau (insbesondere der Rückbau von „Plattenbauten“) führten sowohl zu einem Wegfall von Fernwärmekunden als auch zu einer Überdimensionierung des Fernwärmenetzes.

Hinzutreten die wirtschaftlichen Auswirkungen der steigenden CO2-Steuer sowie der tendenziell sinkenden Netzentgelte.

Es gibt für die VWS in ihrer heutigen Aufstellung in den Sparten Vertrieb / Fernwärme / Netzbetrieb kaum adäquate Kompensationsmöglichkeiten – weder durch Neukundenakquisitionen noch durch Kostensenkungen.

Die angedachten Strukturänderungen sehen eine Aufgliederung der Sparten vor. Die identifizierten Risikobereiche (Vertrieb und Wärme) sollen ausgelagert und von enviaM übernommen werden.
Die Netze Strom und Gas sollen in eine zu diesem Zweck neu zu gründende Netzeigentumsgesellschaft, welche umfassend von den nicht mehr notwendigen strukturellen Fixkosten entlastet wird, eingebracht werden. Der Geschäftsbereich Netz kann so weiterhin wirtschaftlich erfolgreich betrieben werden.

In dieser Hinsicht folgen wir grundsätzlich den Beurteilungen und Schlussfolgerungen der enviaM als kompetenten Mehrheitsgesellschafter der VWS sowie den wirtschaftlichen Einschätzungen und den fachlichen Stellungnahmen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft A.V.A.T.I.S. zur „Neuaufstellung der VWS“.

Das Gesamtkonzept der „Neuaufstellung der VWS“ sieht im Kern vor, dass sämtliche an der VWS beteiligten kommunalen Gesellschafter ihre jeweilige Gesellschaftsbeteiligung an den weiteren Mitgesellschafter enviaM zum Verkehrswert verkaufen und die Städte Lichtenstein sowie Crimmitschau sich an der von enviaM gegründeten Netzeigentumsgesellschaft als Gesellschafter beteiligen. Die Große Kreisstadt Crimmitschau wäre berechtigt, ihre Beteiligung an dieser Netzeigentumsgesellschaft zumindest bis auf 29% zu erhöhen.

Vor diesem Hintergrund sowie unter der Maßgabe einer Verständigung zwischen den handelnden Parteien sowie einer Billigung der Gremien zur vertraglichen Gestaltung des Gesamtkonzepts können wir uns vorstellen, unsere Anteile an der VWS an die enviaM zu veräußern und uns an der neu zu gründenden Netzeigentumsgesellschaft zu beteiligen.


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