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Unter dem Titel „Schwere Arbeit – leichte Stoffe“ erzählt ein Film Crimmitschauer Geschichte
Die Textilgeschichte und die textile Gegenwart der einstigen „Stadt der 100 Schornsteine“ hat Regisseur Daniel Liebeskind im Rahmen der mdr- Reihe „Der Osten – Entdecke, wo du lebst“ in einem 45 minütigen Beitrag portraitiert.

Hoch reckt sich der Schornstein der ehemaligen Tuchfabrik Gebrüder Pfau in den Himmel über Crimmitschau. Wegen der Fabriken und ihrer Schlote bekommt der Ort um 1900 den Beinahmen "Stadt der hundert Schornsteine".

"Wir sind als Kinder in den Zöffelpark mit der Schulklasse und mussten immer die Essen zählen", erinnert sich Waltraud Knüpfer, eine Urenkelin des Firmengründers.

Die Tuchfabrik Pfau ist einzigartig und steht für sächsische Textilgeschichte. Denn sie vereint alle Arbeitsschritte vom Spinnen über das Färben bis zum Weben unter einem Dach. Pfau und andere Fabrikanten machen die Stadt groß, sorgen für Handelsverbindungen in die ganze Welt. Und gemessen an der Einwohnerzahl hatte Crimmitschau damals die meisten Millionäre Deutschlands.

In der DDR produzieren die Volltuchwerke Crimmitschau Mischgewebe für westdeutsche Modekonzerne. 1975 beginnt Silvia Schuhmann ihre Lehre in der Textilfabrik. 18 Jahre später wird ihr Werk geschlossen - zu unrentabel im wiedervereinten Deutschland. "Im Alter wird einem das bewusster, dass man als Mensch an solchen Maschinen gearbeitet hat. Man hat das verdrängt. Die Arbeit hat Spaß gemacht. Das war einfach so. In anderen Fabriken sah es auch nicht anders aus."

Silvia Schuhmann wird erst arbeitslos, dann ABM-Kraft und bekommt schließlich wieder eine Festanstellung in ihrem alten Betrieb. Nun führt sie Besucher durch die Fabrik, die inzwischen ein Museum ist, und kümmert sich um die alten Maschinen.

Das Ensemble ist mittlerweile einzigartig in Europa. Nirgendwo gibt es noch so einen vollständigen historischen Maschinenpark. Doch Crimmitschau wehrt sich dagegen, nur noch die Kulisse für ein Textilmuseum zu sein.

Es gibt in der "Stadt der hundert Schornsteine" noch zwei Manufakturen und einen Mittelständler. Sie bilden heute den Kern der Crimmitschauer Textilindustrie. Hochspezialisiert produzieren die Betriebe technische Textilien, Theaterdekorationen und Seidentapeten. Die Rekonstruktion von seidenen Wandbespannungen aus dem 16. bis 19. Jahrhundert ist der Anspruch von Helga Eschke: "Unser Ehrgeiz besteht darin, nachzuempfinden wie diese Textilien gewebt wurden und dann mit unseren Produkten nahe heranzukommen an diese alten Vorlagen." Die Arbeiten der Seidenmanufaktur hängen im Dresdener Residenzschloss, im Wiener Schloss Schönbrunn und neuerdings auch in Wörlitz. (Quelle: mdr)



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