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Aktuelle Meldungen


Wolfssichtungen in der Stadt Crimmitschau
Am Ostermontag, dem 13. April 2020, sorgten mehrere Foto- und Videoaufnahmen eines Wolfes für Aufregung in der Stadt.

Alle Aufnahmen zeigen ein und das selbe Tier, welches sich offensichtlich in das Stadtgebiet verirrt hatte. Auf der Suche nach einem Ausweg lief der Wolf quer durch die Stadt und wurde u.a. in der Leipziger Straße und am Friedhof gesehen und gefilmt. Nach Auswertung der gemeldeten Sichtungen und Aufnahmen bestätigt die Fachstelle Wolf im Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG), dass es sich bei dem Tier um einen jungen Wolf handelt. Auf den Aufnahmen ist deutlich zu erkennen, dass der Wolf sich nicht wohl fühlt und nach einem Ausweg aus der Situation sucht. Ein auffälliges oder gefährliches Verhalten ist nicht zu erkennen.
Seit dem Ostermontag gingen, außer einer Sichtungsmeldung aus dem Bereich Dennheritz, bei der Fachstelle Wolf keine weiteren Meldungen aus der Stadt Crimmitschau oder dem direkten Umland ein. Aus diesem Grund ist ein weiteres Handeln seitens des Wolfsmanagements aktuell nicht notwendig.

Aus der Umgebung von Crimmitschau gingen in den letzten Monaten vereinzelte Meldungen beim Wolfsmanagement ein. Auch Übergriffe auf Nutztiere waren begutachtet worden. Am 05. März 2020 berichtete das LfULG bereits in einer Medieninformation („Aktuelle Wolfsnachweise im Landkreis Zwickau“) darüber, dass ein Wolf im Raum Crimmitschau unterwegs ist.

Um die Situation weiter beobachten zu können und um mehr Informationen darüber zu erhalten, ob der Wolf ggf. in der Region sesshaft geworden sein könnte, bittet die Fachstelle Wolf um Unterstützung durch die Bevölkerung. Wer einen Wolf sichtet, Spuren oder Kot entdeckt, soll das bitte zeitnah bei der Fachstelle Wolf melden. Besonders frischer Kot oder Haare können eventuell dazu genutzt werden genetisches Material des Tieres zu erhalten. Dafür muss die Meldung allerdings sehr zeitnah erfolgen, damit das genetische Material konserviert werden kann.

Wölfe sind vorsichtige Wildtiere, die kein Interesse an Menschen haben. Sie gehen Begegnungen mit dem Menschen in der Regel aus dem Weg, weil sie den Menschen meist schon frühzeitig wahrnehmen. Sollten Sie einem Wolf begegnen, bleiben Sie bitte stehen. Meist ist die Begegnung von kurzer Dauer bevor der Wolf davon geht. Wenn der Wolf sich nicht zurück zieht und Ihnen die Situation nicht geheuer ist, sprechen Sie laut oder klatschen Sie in die Hände, um sich bemerkbar zu machen. Wichtig ist, dass Hundehalter ihre Tiere an der Leine halten. Für den Wolf könnte ein frei herum laufender Hund einen Rivalen darstellen.

Wölfe, die in Kulturlandschaften leben, müssen damit umgehen, dass es überall in ihrem Lebensraum menschliche Siedlungen gibt. Es bleibt daher nicht aus, dass sie – wie andere Wildtiere auch - an diesen vorbei laufen oder auch gelegentlich hindurch. Das kommt auf Grund der überwiegenden Nacht- und Dämmerungsaktivität des Wolfes vor allem im Schutze der Dunkelheit vor. Gelegentlich kann dies aber auch mitten am Tage stattfinden, wie unlängst in Crimmitschau.

Tierhalter sollten zum Schutz ihrer Tiere Vorkehrungen treffen. Einen guten Schutz bieten Elektrozäune, welche für Schaf- und Ziegenhalter vom Freistaat Sachsen gefördert werden. Halter von Gatterwild können Untergrabschutz für ihre Wildgattern gefördert bekommen.

Für die Meldung von Nutztierrissen, sowie toten, verletzten oder auffälligen Wölfen in Sachsen steht rund um die Uhr eine kostenlose Hotline zur Verfügung:

0800 555 0 666

(für alle Anrufe aus dem deutschen Telefonnetz mit aktiver Rufnummerkennung)

Weitere Fragen zum Wolf bzw. zu geeigneten Schutzmaßnahmen und deren Förderung können Sie an die Fachstelle Wolf richten:

Telefon: 035242 631-8201
E-Mail: fachstellewolf.lfulg@smul.sachsen.de
www.wolf.sachsen.de


@ Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG)

Foto: Sören Scholz


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