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Die St. Johanniskirche

 
Auf dem Foto sehen Sie die Johanniskirche im Winter des Jahres 1999

Nach Plänen des Leipziger Architekten Walter Wiesinger wurde dieses stattliche Gotteshaus im Süden der Stadt erbaut. Er erhielt den Auftrag als Sieger eines unter den sächsischen Architekten ausgeschriebenen Wettbewerbes, der die Bedingung stellte, dass ein äußerlich einfaches, im nichtgothischen Stil gehaltenes und mit einem Turm gekröntes Bauwerk entstehen sollte. Zugleich wurde vorgegeben, dass dieses mit einer entsprechend massigen Struktur ein Gegenstück zu dem außergewöhnlich spitzen Laurentiuskirchturm sowie zu den zahlreichen umliegenden Fabrikschornsteinen bilden sollte.
Der erste Spatenstich erfolgt am 5. Oktober 1908, die feierliche Grundsteinlegung findet am 22. Oktober desselben Jahres statt und bereits am 2. Advent 1910 erfährt die Kirche ihre feierliche Weihe. Mit der anschließenden Errichtung eines großzügigen Pfarrhauses wird das monumentale Bauwerk, mit einem für die damalige Zeit beachtlichen Gesamtaufwand von ca. 394.253 Mark, vervollkommnet.

Den äußeren Schmuck der Kirche bilden insbesondere die beiden über dem Hauptportal befindlichen Standbilder Johannes des Täufers und Johannis des Evangelisten, gestiftet vom damaligen Königlichen Ministerium des Innern im Wert von 14 Tausend Mark aus Mitteln des Kunstfonds. Modelliert wurden diese beiden repräsentativen Figuren von dem bekannten Dresdener Bildhauer Professor Pöppelmann.
Im Kircheninneren dominiert die gewaltige Golgathagruppe, welche den von Familie Guido Wolf gestifteten Altar krönt, geschaffen von dem Dresdner Bildhauer Alexander Höfer. Die ursprünglich vorhandenen Wandmalereien und Mosaikbilder des Dresdener Kunstmalers Professor Joseph Goller sind leider nicht mehr erhalten. Die 2-manualische Orgel erbaute die Firma Gebr. Jehmlich – Dresden. Sie wurde in den Jahren 2002/2003 grundlegend restauriert und erklingt zur Ehre Gottes im Gottesdienst sowie auch in Konzerten.

 
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